Dienstag, 28. Februar 2012

Alternativplan 2: "Bornholm"

Natürlich gibt es auch noch einen zweiten Notfallplan für unsere Reise.
Sollte eine Überfahrt nach Bornholm in der Nacht vom Sonntag auf den Montag nicht möglich sein, kommen wir erst am Dienstag Morgen in Hammerhavn auf der Insel Bornholm an. Deshalb ist ein Festhalten an dem ursprünglichen Plan nach Ystad zu segeln eher ungünstig.
Besser wäre es dann schon in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch weiter zurück in den Süden zu verlegen. Der Fährhafen Rönne bietet sich da als Ziel an, weil der Hafen dort sehr gut befeuert und damit auch in der Dunkelheit für uns erreichbar wäre.
Von dort könnten wir dann in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag den Sprung zurück nach Vitte auf Hiddensee machen.


Donnerstag, 23. Februar 2012

Koje frei

Unsere Crew für den Segeltörn besteht momentan aus einer Crew von insgesamt acht jungen Leuten. Die Yacht, eine Bavaria 46 cruiser, bietet allerdings Platz für 8-10 Personen. Wer also noch mit will, darf sich gerne bei mir melden!

Hier die groben Eckdaten des Törns in einer Zusammenfassung:

Zeitraum: 25.08. - 01.09.2012
Starthafen: Breege auf Rügen
Zwischenstopps: Vitte - Hammerhavn - Ystad - Vitte
Zielhafen: Breege
Kosten: 300,00 Euro (inkl. Verpflegung, Hafengebühren, etc.)
Boot: Bavaria 46 cruiser
Mögliche Aktivitäten: Segeln, Baden, Schwimmen, Angeln, Besichtigung der größten Burgruine Nordeuropas, Erkundung der Wallander-Schauplätze in Ystad, Tauchen, Schlauchboot fahren, Geocaching
Teilnehmer: Holger, Christian, Florian, Sebastian + Freundin, Philipp, Jörg

Segelkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich! Der Törn kann auch zur Vorbereitung auf verschiedene Segel- bzw. Kraftbootscheine genutzt werden. Umfangreiche seemännische und navigatorische Kenntnisse können vermittelt werden!

Montag, 20. Februar 2012

Alternativplan 1: Rund Rügen

Natürlich braucht solch ein groß angelegter Törn wie der unsere auch mehrere Schlechtwetteralternativen.
Eine davon habe ich kurz und knapp "Rund Rügen" genannt. Sollten wir z. B. nicht spätestens von Montag auf Dienstag Nacht auf die Insel Bornholm verlegen können, bleibt uns noch immer die Möglichkeit den Törn um die Insel Rügen durchzuführen. Dann würden wir am Montag als ersten Hafen nach Vitte die Marina Lohme ansteuern. Dies wäre eine gute Alternative bei stetigen und sehr selten vorkommenden Nord-  oder Südwinden.
Am Dienstag könnten wir dann von Lohme nach Seedorf segeln und am Mittwoch von Seedorf nach Stralsund. Von Stralsund aus geht es dann am Donnerstag außen um Hiddensee rum und dann nach Vitte. Freitags dann gemäß Normalplan nach Breege.

Der vom Normalplan abweichende Kurs in der Seekarte
Natürlich ist dies nur ein Notfallplan und deshalb nicht ganz so fein ausgearbeitet wie der eigentliche Törnplan über Bornholm nach Südschweden. Bewusst habe ich die Marinas so gewählt, dass - bis auf Vitte - kein Hafen aus dem letzten Jahr angesteuert wird.

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Yacht

Die Entscheidung steht nun fest. Gemeinsam mit meinem Co-Skipper Chris kamen wir zu dem Entschluss nun doch keine Bavaria 51 cruiser für den diesjährigen Törn zu chartern. Stattdessen wird es nun eine Bavaria 46 cruiser.


Diese ist nur 5 Fuß kürzer und hat statt 10 festen Kojen nur 8 und zusätzlich zwei Notkojen im Salon.
Die Raumaufteilung bei der Bavaria 46 cruiser gefällt uns deutlich besser, denn eine dritte Naßzelle nimmt die bei der 51er gewonnenen 5 Fuß in Beschlag.

Grundriss der Bavaria 46 cruiser


Den größten Vorteil der 46er sehe ich in der Navigationsecke, die in Fahrtrichtung eingebaut ist. Bei der 51er ist diese quer zur Fahrtrichtung verbaut und das halte ich doch für eher unzweckmäßig. Was sich Bavaria bei der Konstruktion da wohl gedacht hat?

Die Nav-Ecke auf einer Bavaria 46 cruiser

Die Nav-Ecke auf einer Bavaria 51 cruiser



















Die 46er lässt sich mit einer achtköpfigen Crew auch nachts sehr angenehm segeln, denn eine Einteilung in zwei Wachen mit den vier Kammern fällt recht leicht. Die erste Segelwache schläft in den achteren vier Kojen und die zweite Segelwache bekommt die vier Kojen im Vorschiff inklusive der Luxus-Kammer.

Die luxeriöse Eignerkammer im Vorschiff
Eine der beiden gleichen Achterkammern

Zwei Nasszellen mit jeweils einem Frischwassertank (Fassungsvermögen insgesamt 460 Liter) sind auf der 46er ebenfalls verbaut. Die achtere von beiden hat sogar eine Dusche. Wenn wir also mal nicht an Land in der Marina duschen wollen, können wir auch an Bord bleiben.

Die Nasszelle achtern
Und jetzt zu den wichtigen Dingen:
Unsere Yacht hat ca. 122 Quadratmeter Segelfläche bei schlappen 11 Tonnen Verdrängung! Das ergibt eine Segeltragzahl von 4,97! Bei modernen Yachten liegt dieser Wert zwischen 4 und 5. Werte von 6 und höher erreichen fast ausschließlich die Boote beim America's Cup. ;-)
Die Rumpfgeschwindigkeit habe ich mit 9 Knoten berechnet.
Was will ich damit sagen? Wir sind auf einer verdammt schnellen und sportlichen Fahrtenyacht unterwegs!
Schauen wir uns dazu doch einfach mal zwei Videos an:




Als Zubehör mieten wir uns übrigens noch zusätzlich ein kleines Dinghy mit Außenbordmotor für Hafenerkundungen und Badespaß vor Anker.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Planung der fünften Etappe

Um die Planung der Etappen abzuschließen kommt nun der Plan für die letzten anderthalb Tage.
Für den Freitag kann ich mir grundsätzlich gut vorstellen flexibel auf die Wünsche der Crew zu reagieren. Je nach Wetterlage und Laune bieten sich weitere Fahrrad-Ausflüge auf der Insel Hiddensee an oder wir laufen bereits am Vormittag aus und Ankern auf dem Weg nach Breege entweder im Breetzer oder Breeger Bodden. Auch letztes Jahr war dies schon so geplant, aber leider machte uns damals plötzlich aufkommender Starkwind einen Strich durch die Rechnung und wir mussten leider ankerauf gehen. Vielleicht haben wir dieses Jahr etwas mehr Glück und wir können vor Anker eine Runde baden gehen und den restlichen Tankinhalt vom Dinghy verfahren... ;-)


Um 18:00 Uhr laufen wir dann spätestens in Breege ein und gehen für eine halbe Stunde an die Kraftstoffpier. Dort müssen wir den Diesel nachfüllen und danach verlegen wir dann die letzten paar Meter an unseren Liegeplatz.

Die Marina Breege


Nach dem obligatorischen Einlaufbier kratzen wir dann sämtliche Reste des Proviants zusammen und zaubern uns "vernichten" alles. Nicht dass wir am nächsten Morgen noch etwas wegschmeißen müssen... Zum Sonnenuntergang folgt dann der "Sundowner", ein alter Brauch mit einem Cocktail, den ich uns mixen werde.

Am nächsten Morgen bleibt dann nur noch das Ausräumen der Yacht und die Übergabe an den Vercharterer. Eine Endreinigung durch Mola ist im Preis bereits mit drin. So können wir ganz gemütlich gegen 10:00 Uhr die Heimreise antreten...

Mittwoch, 15. Februar 2012

Planung der vierten Etappe

Je nach Wetterlage laufen wir am Dienstag erst am späten Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr aus, weil wir die letzte große Etappe nachts zurücklegen wollen. So bleibt in Ystad noch genug Zeit, die ich als bekennender Wallander-Krimi-Fan sehr gerne nutzen möchte um mich auf  die Spuren des schwedischen Kommissars aus Ystad zu begeben. Und wie macht man das am besten? Natürlich mit dem Multi "Wallander's Ystad".

Strand von Ystad gleich links und rechts des Hafens

Natürlich dürfen sich die zwei Tradis ganz in der Nähe der Runde auch nicht vor mir verstecken. Wenn dann immernoch zu viel Zeit übrig ist, geht es halt nach dem Mittagessen an Bord in die andere Richtung. Dort wartet eine kleine Tradi-Serie mit dem doch sehr interessanten namen "Bong".

Der Fährhafen von Ystad

Wenn wir dann am späten Nachmittag - die genaue Uhrzeit richtet sich nach der aktuellen Windrichtung - Ystad hinter uns lassen, rechne ich damit, dass wir den größten Teil der Hochseefahrt mit zwei bis drei Am-Wind-Kursen zurücklegen werden. Ab 18:00 Uhr werden wir dazu das Boot erneut für die Nachtfahrt vorbereiten und mindestens ein Reff stecken um nicht zu viel Lage zu schieben. Dieses Mal übernimmt die zweite Segelwache bis 24:00 Uhr alle Aufgaben und wird dann von der ersten Wache abgelöst, die dann bis 06:00 Uhr in der Plicht sitzt.

Die vierte Etappe auf der Seekarte

Zum Sonnenaufgang sollte dann Rügen in Sicht kommen und mit den ersten Sonnenstrahlen werden wir in das fahrwasser zwischen Hiddensee und Rügen einlaufen. Nach der Maschinenfahrt durch den schmalen Tonnenstrich machen wir dann gegen 08:00 Uhr in Vitte auf Hiddensee an unserem alten Liegeplatz fest.
Hier hat nun jeder die Möglichkeit sich von der nächtlichen Segelei zu erholen oder aber auch die Insel ein zweites mal zu erkunden, denn wir werden erst am Nachmittag des nächsten Tages gen Breege aufbrechen. Bleiben also über 30 Stunden Zeit, in der ich mir wahrscheinlich ein Fahrrad leihen werde um den Norden der Insel weiter zu erkunden. und dort weitere Caches zu suchen. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr endlich bis zum nördlichen Leuchtfeuer "Dornbusch"...

Das Leuchtfeuer "Dornbusch" im Norden der Insel Hiddensee

Am Abend bietet sich nun die für uns die Möglichkeit den Grill anzuschmeißen und den Abend am Strand zu verbringen um ganz gemütlich im kleinen Kreise an die bisher erlebten Abenteuer zurück zu denken. Am nächsten Tag geht es dann nämlich nachmittags leider schon zurück nach Breege...

Dienstag, 14. Februar 2012

Planung der dritten Etappe

Nach der willkommenen Erholung auf Bornholm am Tag zuvor gilt es an diesem Dienstag schon gegen 8:00 Uhr am Morgen abzulegen. Nicht dass die eigentliche Distanz dieser Etappe zu groß wäre, aber der hier hauptsächlich vorherrschende Wind kommt zumeist aus West und genau in dieser Himmelsrichtung liegt unser Ziel Ystad. Also wird uns nichts anderes übrig bleiben als auf einer weit ausholenden Kreuz an die schwedische Küste zu segeln. Unterwegs kreuzen wir auf diesem Kurs außerdem ein größeres Verkehrstrennungsgebiet in dem erfahrungsgemäß recht viel los sein wird. Dort ist es besonders wichtig, dass wir gemäß den Kollisionsverhütungsregeln das VTG mit einem Winkel von 90° kreuzen. Falls das mit dem Wind nicht passt müssen vorher die Segel geborgen werden.

Die dritte Etappe in der Seekarte

Bei der Ansteuerungstonne Ystad wollen wir dann erneut das Dinghy ausbringen um auch hier den Hafen und den Liegeplatz zu erkunden während wir mit der Yacht durch den Tonnenstrich fahren. So ist ein direktes Auffinden des Liegeplatzes gewährleistet und wir haben während des Festmachens zwei Helfer zum Annehmen der Leinen an Land.

Einfahrt der Marina Ystad

Während es Einlaufens müssen wir im Hauptfahrwasser natürlich besonders viel Acht auf den schnellen Fährverkehr geben.

Die Ansteuerung der Marina Ystad
Gegen 18:00 Uhr sollten wir dann in Ystad liegen und die Anmeldeformalitäten erledigen. Um mir die Beine zu vertreten würde ich danach gerne noch den Tradi "Skomakarepojken" machen und dann schnell in die Koje, denn am nächsten Tag ist auch noch genug Zeit für eine ausführlichere Erkundung der Stadt.

Zur Dämmerung in der Marina Ystad