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Mittwoch, 15. Februar 2012

Planung der vierten Etappe

Je nach Wetterlage laufen wir am Dienstag erst am späten Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr aus, weil wir die letzte große Etappe nachts zurücklegen wollen. So bleibt in Ystad noch genug Zeit, die ich als bekennender Wallander-Krimi-Fan sehr gerne nutzen möchte um mich auf  die Spuren des schwedischen Kommissars aus Ystad zu begeben. Und wie macht man das am besten? Natürlich mit dem Multi "Wallander's Ystad".

Strand von Ystad gleich links und rechts des Hafens

Natürlich dürfen sich die zwei Tradis ganz in der Nähe der Runde auch nicht vor mir verstecken. Wenn dann immernoch zu viel Zeit übrig ist, geht es halt nach dem Mittagessen an Bord in die andere Richtung. Dort wartet eine kleine Tradi-Serie mit dem doch sehr interessanten namen "Bong".

Der Fährhafen von Ystad

Wenn wir dann am späten Nachmittag - die genaue Uhrzeit richtet sich nach der aktuellen Windrichtung - Ystad hinter uns lassen, rechne ich damit, dass wir den größten Teil der Hochseefahrt mit zwei bis drei Am-Wind-Kursen zurücklegen werden. Ab 18:00 Uhr werden wir dazu das Boot erneut für die Nachtfahrt vorbereiten und mindestens ein Reff stecken um nicht zu viel Lage zu schieben. Dieses Mal übernimmt die zweite Segelwache bis 24:00 Uhr alle Aufgaben und wird dann von der ersten Wache abgelöst, die dann bis 06:00 Uhr in der Plicht sitzt.

Die vierte Etappe auf der Seekarte

Zum Sonnenaufgang sollte dann Rügen in Sicht kommen und mit den ersten Sonnenstrahlen werden wir in das fahrwasser zwischen Hiddensee und Rügen einlaufen. Nach der Maschinenfahrt durch den schmalen Tonnenstrich machen wir dann gegen 08:00 Uhr in Vitte auf Hiddensee an unserem alten Liegeplatz fest.
Hier hat nun jeder die Möglichkeit sich von der nächtlichen Segelei zu erholen oder aber auch die Insel ein zweites mal zu erkunden, denn wir werden erst am Nachmittag des nächsten Tages gen Breege aufbrechen. Bleiben also über 30 Stunden Zeit, in der ich mir wahrscheinlich ein Fahrrad leihen werde um den Norden der Insel weiter zu erkunden. und dort weitere Caches zu suchen. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr endlich bis zum nördlichen Leuchtfeuer "Dornbusch"...

Das Leuchtfeuer "Dornbusch" im Norden der Insel Hiddensee

Am Abend bietet sich nun die für uns die Möglichkeit den Grill anzuschmeißen und den Abend am Strand zu verbringen um ganz gemütlich im kleinen Kreise an die bisher erlebten Abenteuer zurück zu denken. Am nächsten Tag geht es dann nämlich nachmittags leider schon zurück nach Breege...

Dienstag, 14. Februar 2012

Planung der dritten Etappe

Nach der willkommenen Erholung auf Bornholm am Tag zuvor gilt es an diesem Dienstag schon gegen 8:00 Uhr am Morgen abzulegen. Nicht dass die eigentliche Distanz dieser Etappe zu groß wäre, aber der hier hauptsächlich vorherrschende Wind kommt zumeist aus West und genau in dieser Himmelsrichtung liegt unser Ziel Ystad. Also wird uns nichts anderes übrig bleiben als auf einer weit ausholenden Kreuz an die schwedische Küste zu segeln. Unterwegs kreuzen wir auf diesem Kurs außerdem ein größeres Verkehrstrennungsgebiet in dem erfahrungsgemäß recht viel los sein wird. Dort ist es besonders wichtig, dass wir gemäß den Kollisionsverhütungsregeln das VTG mit einem Winkel von 90° kreuzen. Falls das mit dem Wind nicht passt müssen vorher die Segel geborgen werden.

Die dritte Etappe in der Seekarte

Bei der Ansteuerungstonne Ystad wollen wir dann erneut das Dinghy ausbringen um auch hier den Hafen und den Liegeplatz zu erkunden während wir mit der Yacht durch den Tonnenstrich fahren. So ist ein direktes Auffinden des Liegeplatzes gewährleistet und wir haben während des Festmachens zwei Helfer zum Annehmen der Leinen an Land.

Einfahrt der Marina Ystad

Während es Einlaufens müssen wir im Hauptfahrwasser natürlich besonders viel Acht auf den schnellen Fährverkehr geben.

Die Ansteuerung der Marina Ystad
Gegen 18:00 Uhr sollten wir dann in Ystad liegen und die Anmeldeformalitäten erledigen. Um mir die Beine zu vertreten würde ich danach gerne noch den Tradi "Skomakarepojken" machen und dann schnell in die Koje, denn am nächsten Tag ist auch noch genug Zeit für eine ausführlichere Erkundung der Stadt.

Zur Dämmerung in der Marina Ystad

Freitag, 10. Februar 2012

Der grobe Plan steht

Jetzt ist es offiziell - dieses Jahr soll uns unser einwöchiger Segeltörn quer über die Ostsee führen.
Nach einigem Hin und Her einigten wir uns darauf, dass wir auch dieses Jahr wieder bei Mola in Breege chartern wollen.
Der Törn soll also in Breege beginnen und uns noch am ersten Tag, einem Samstag, nach Vitte, auf der Insel Hiddensee, bringen. So wird es eine verhältnismäßig kurze Etappe, die unter anderem dazu dienen soll, auch die neuen Crewmitglieder, die letztes Jahr nicht dabei waren, mit den Gegebenheiten auf einer Segelyacht vertraut zu machen. Da wir ein relativ enges Fahrwasser durchfahren werden, müssen wir diese 13 nautischen Meilen wohl oder übel mit dem Flautenschieber zurücklegen.
Der Hafen in Vitte ist uns bereits bestens bekannt von unserem Segeltörn um die Insel Rügen im letzten Jahr. Schon damals verbrachten wir zwei wunderschöne Nächte auf der Insel - eine im Hafen an Bord und die zweite in unseren Schlafsäcken am Strand.

Unsere Bavaria 31 cruiser vom letzten Jahr in Vitte

Am nächsten Tag wollen wir dann nach dem Mittagessen von Vitte aus durch das Fahrwasser in die offene See. Unter Segeln geht es dann nach Norden. Da diese Etappe mit circa 80 Seemeilen recht groß ausfällt werden wir, in Segelwachen eingeteilt, auch nachts noch Segeln. Nach einem Sonnenaufgang in See sollten wir dann am frühen Morgen in Hammerhavn auf der zu Dänemark gehörenden Insel Bornholm festmachen. Dort gibt es die größte noch erhaltene Festungsanlage Nordeuropas. Ich für meinen Teil habe mir fest vorgenommen, trotz der nächtlichen Wachen, die Burg zu besichtigen.

Die idyllisch gelegene Marina von Hammerhavn

Am nächsten Tag soll uns dann die 3. Etappe nach Ystad auf dem schwedischen Festland führen. Dies könnte ein wenig aufwendiger sein, als aus der Seekarte ersichtlich, denn meist herrschen in dieser Region Winde aus West bis Nordwest vor. Also müssen wir sicherlich gegen den Wind ankreuzen... Naja, vielleicht haben wir ja Glück...
Noch am späten Nachmittag wollen wir dann in Ystad festmachen. Als bekennender Fan der Wallander-Bücher von Henning Mankell will ich dort natürlich die verbleibende Zeit nutzen und ein paar der Schauplätze aus den Romanen - unter anderem Kurt Wallanders Haus in der Mariagatan 10 - besuchen.

Links die Marina von Ystad, rechts die Einfahrt zum Fährhafen

Am Mittwoch brechen wir dann, ebenfalls nach dem Mittagessen, zur letzten großen Etappe auf. Von Ystad aus geht es zurück nach Vitte auf Hiddensee. Auch hier werden wir die Nacht nutzen um unter Segeln und auf offener See so viele Meilen zu machen wie nur möglich.
Am frühen Vormittag laufen wir dann erneut Vitte an. Dort wollen wir uns dann in bekanntem Gefilde vom Nachtsegeln erholen um am Freitag, dem letzten Tag unseres Törns, gegen nachmittag durch das Fahrwasser zurück nach Breege zu verlegen. Dann bleibt uns noch eine Nacht auf der Segelyacht, denn schon am nächsten Morgen müssen wir das Boot leider wieder abgeben.

So weit die grobe Törnplanung. Als Skipper werde ich natürlich weiter von den Vorbereitungen berichten.
Und wer gerne auch dabei wäre - wir haben momentan noch zwei Kojen frei - darf sich selbstverständlich gerne melden!

Handbreit,
Holger