Donnerstag, 12. April 2012

Impressionen von Hiddensee

Auch der Hafen Vitte, den wir auf unserem Törn zuerst anlaufen wollen, soll hier nicht zu kurz kommen.
Hier ein kleines Video:




Interesse geweckt? Noch ist eine Koje frei!

Mittwoch, 11. April 2012

Impressionen aus Hammerhavn


Um die Vorfreude auf den kommenden Segeltörn und speziell den Hafenaufenthalt in Hammerhavn auf Bornholm ein wenig zu steigern, habe ich mir eben mal zwei Videos zu diesem schönen Hafen angeschaut. Diese möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Das erste zeigt am Anfang und am Ende den Hafen selbst und dazwischen wird ein geführter Bootsausflug zu den nahegelegenen Grotten gemacht. Auch an dem Felsen mit dem Cache, der mich besonders reizt, wird vorbei gefahren. Wir haben dafür allerdings unser eigenes kleines Beiboot dabei...



Das zweite Video zeigt die Festungsanlage Hammerhus. Sie steht keinen ganzen Kilometer vom Hafen entfernt.


Dienstag, 28. Februar 2012

Alternativplan 2: "Bornholm"

Natürlich gibt es auch noch einen zweiten Notfallplan für unsere Reise.
Sollte eine Überfahrt nach Bornholm in der Nacht vom Sonntag auf den Montag nicht möglich sein, kommen wir erst am Dienstag Morgen in Hammerhavn auf der Insel Bornholm an. Deshalb ist ein Festhalten an dem ursprünglichen Plan nach Ystad zu segeln eher ungünstig.
Besser wäre es dann schon in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch weiter zurück in den Süden zu verlegen. Der Fährhafen Rönne bietet sich da als Ziel an, weil der Hafen dort sehr gut befeuert und damit auch in der Dunkelheit für uns erreichbar wäre.
Von dort könnten wir dann in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag den Sprung zurück nach Vitte auf Hiddensee machen.


Donnerstag, 23. Februar 2012

Koje frei

Unsere Crew für den Segeltörn besteht momentan aus einer Crew von insgesamt acht jungen Leuten. Die Yacht, eine Bavaria 46 cruiser, bietet allerdings Platz für 8-10 Personen. Wer also noch mit will, darf sich gerne bei mir melden!

Hier die groben Eckdaten des Törns in einer Zusammenfassung:

Zeitraum: 25.08. - 01.09.2012
Starthafen: Breege auf Rügen
Zwischenstopps: Vitte - Hammerhavn - Ystad - Vitte
Zielhafen: Breege
Kosten: 300,00 Euro (inkl. Verpflegung, Hafengebühren, etc.)
Boot: Bavaria 46 cruiser
Mögliche Aktivitäten: Segeln, Baden, Schwimmen, Angeln, Besichtigung der größten Burgruine Nordeuropas, Erkundung der Wallander-Schauplätze in Ystad, Tauchen, Schlauchboot fahren, Geocaching
Teilnehmer: Holger, Christian, Florian, Sebastian + Freundin, Philipp, Jörg

Segelkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich! Der Törn kann auch zur Vorbereitung auf verschiedene Segel- bzw. Kraftbootscheine genutzt werden. Umfangreiche seemännische und navigatorische Kenntnisse können vermittelt werden!

Montag, 20. Februar 2012

Alternativplan 1: Rund Rügen

Natürlich braucht solch ein groß angelegter Törn wie der unsere auch mehrere Schlechtwetteralternativen.
Eine davon habe ich kurz und knapp "Rund Rügen" genannt. Sollten wir z. B. nicht spätestens von Montag auf Dienstag Nacht auf die Insel Bornholm verlegen können, bleibt uns noch immer die Möglichkeit den Törn um die Insel Rügen durchzuführen. Dann würden wir am Montag als ersten Hafen nach Vitte die Marina Lohme ansteuern. Dies wäre eine gute Alternative bei stetigen und sehr selten vorkommenden Nord-  oder Südwinden.
Am Dienstag könnten wir dann von Lohme nach Seedorf segeln und am Mittwoch von Seedorf nach Stralsund. Von Stralsund aus geht es dann am Donnerstag außen um Hiddensee rum und dann nach Vitte. Freitags dann gemäß Normalplan nach Breege.

Der vom Normalplan abweichende Kurs in der Seekarte
Natürlich ist dies nur ein Notfallplan und deshalb nicht ganz so fein ausgearbeitet wie der eigentliche Törnplan über Bornholm nach Südschweden. Bewusst habe ich die Marinas so gewählt, dass - bis auf Vitte - kein Hafen aus dem letzten Jahr angesteuert wird.

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Yacht

Die Entscheidung steht nun fest. Gemeinsam mit meinem Co-Skipper Chris kamen wir zu dem Entschluss nun doch keine Bavaria 51 cruiser für den diesjährigen Törn zu chartern. Stattdessen wird es nun eine Bavaria 46 cruiser.


Diese ist nur 5 Fuß kürzer und hat statt 10 festen Kojen nur 8 und zusätzlich zwei Notkojen im Salon.
Die Raumaufteilung bei der Bavaria 46 cruiser gefällt uns deutlich besser, denn eine dritte Naßzelle nimmt die bei der 51er gewonnenen 5 Fuß in Beschlag.

Grundriss der Bavaria 46 cruiser


Den größten Vorteil der 46er sehe ich in der Navigationsecke, die in Fahrtrichtung eingebaut ist. Bei der 51er ist diese quer zur Fahrtrichtung verbaut und das halte ich doch für eher unzweckmäßig. Was sich Bavaria bei der Konstruktion da wohl gedacht hat?

Die Nav-Ecke auf einer Bavaria 46 cruiser

Die Nav-Ecke auf einer Bavaria 51 cruiser



















Die 46er lässt sich mit einer achtköpfigen Crew auch nachts sehr angenehm segeln, denn eine Einteilung in zwei Wachen mit den vier Kammern fällt recht leicht. Die erste Segelwache schläft in den achteren vier Kojen und die zweite Segelwache bekommt die vier Kojen im Vorschiff inklusive der Luxus-Kammer.

Die luxeriöse Eignerkammer im Vorschiff
Eine der beiden gleichen Achterkammern

Zwei Nasszellen mit jeweils einem Frischwassertank (Fassungsvermögen insgesamt 460 Liter) sind auf der 46er ebenfalls verbaut. Die achtere von beiden hat sogar eine Dusche. Wenn wir also mal nicht an Land in der Marina duschen wollen, können wir auch an Bord bleiben.

Die Nasszelle achtern
Und jetzt zu den wichtigen Dingen:
Unsere Yacht hat ca. 122 Quadratmeter Segelfläche bei schlappen 11 Tonnen Verdrängung! Das ergibt eine Segeltragzahl von 4,97! Bei modernen Yachten liegt dieser Wert zwischen 4 und 5. Werte von 6 und höher erreichen fast ausschließlich die Boote beim America's Cup. ;-)
Die Rumpfgeschwindigkeit habe ich mit 9 Knoten berechnet.
Was will ich damit sagen? Wir sind auf einer verdammt schnellen und sportlichen Fahrtenyacht unterwegs!
Schauen wir uns dazu doch einfach mal zwei Videos an:




Als Zubehör mieten wir uns übrigens noch zusätzlich ein kleines Dinghy mit Außenbordmotor für Hafenerkundungen und Badespaß vor Anker.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Planung der fünften Etappe

Um die Planung der Etappen abzuschließen kommt nun der Plan für die letzten anderthalb Tage.
Für den Freitag kann ich mir grundsätzlich gut vorstellen flexibel auf die Wünsche der Crew zu reagieren. Je nach Wetterlage und Laune bieten sich weitere Fahrrad-Ausflüge auf der Insel Hiddensee an oder wir laufen bereits am Vormittag aus und Ankern auf dem Weg nach Breege entweder im Breetzer oder Breeger Bodden. Auch letztes Jahr war dies schon so geplant, aber leider machte uns damals plötzlich aufkommender Starkwind einen Strich durch die Rechnung und wir mussten leider ankerauf gehen. Vielleicht haben wir dieses Jahr etwas mehr Glück und wir können vor Anker eine Runde baden gehen und den restlichen Tankinhalt vom Dinghy verfahren... ;-)


Um 18:00 Uhr laufen wir dann spätestens in Breege ein und gehen für eine halbe Stunde an die Kraftstoffpier. Dort müssen wir den Diesel nachfüllen und danach verlegen wir dann die letzten paar Meter an unseren Liegeplatz.

Die Marina Breege


Nach dem obligatorischen Einlaufbier kratzen wir dann sämtliche Reste des Proviants zusammen und zaubern uns "vernichten" alles. Nicht dass wir am nächsten Morgen noch etwas wegschmeißen müssen... Zum Sonnenuntergang folgt dann der "Sundowner", ein alter Brauch mit einem Cocktail, den ich uns mixen werde.

Am nächsten Morgen bleibt dann nur noch das Ausräumen der Yacht und die Übergabe an den Vercharterer. Eine Endreinigung durch Mola ist im Preis bereits mit drin. So können wir ganz gemütlich gegen 10:00 Uhr die Heimreise antreten...

Mittwoch, 15. Februar 2012

Planung der vierten Etappe

Je nach Wetterlage laufen wir am Dienstag erst am späten Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr aus, weil wir die letzte große Etappe nachts zurücklegen wollen. So bleibt in Ystad noch genug Zeit, die ich als bekennender Wallander-Krimi-Fan sehr gerne nutzen möchte um mich auf  die Spuren des schwedischen Kommissars aus Ystad zu begeben. Und wie macht man das am besten? Natürlich mit dem Multi "Wallander's Ystad".

Strand von Ystad gleich links und rechts des Hafens

Natürlich dürfen sich die zwei Tradis ganz in der Nähe der Runde auch nicht vor mir verstecken. Wenn dann immernoch zu viel Zeit übrig ist, geht es halt nach dem Mittagessen an Bord in die andere Richtung. Dort wartet eine kleine Tradi-Serie mit dem doch sehr interessanten namen "Bong".

Der Fährhafen von Ystad

Wenn wir dann am späten Nachmittag - die genaue Uhrzeit richtet sich nach der aktuellen Windrichtung - Ystad hinter uns lassen, rechne ich damit, dass wir den größten Teil der Hochseefahrt mit zwei bis drei Am-Wind-Kursen zurücklegen werden. Ab 18:00 Uhr werden wir dazu das Boot erneut für die Nachtfahrt vorbereiten und mindestens ein Reff stecken um nicht zu viel Lage zu schieben. Dieses Mal übernimmt die zweite Segelwache bis 24:00 Uhr alle Aufgaben und wird dann von der ersten Wache abgelöst, die dann bis 06:00 Uhr in der Plicht sitzt.

Die vierte Etappe auf der Seekarte

Zum Sonnenaufgang sollte dann Rügen in Sicht kommen und mit den ersten Sonnenstrahlen werden wir in das fahrwasser zwischen Hiddensee und Rügen einlaufen. Nach der Maschinenfahrt durch den schmalen Tonnenstrich machen wir dann gegen 08:00 Uhr in Vitte auf Hiddensee an unserem alten Liegeplatz fest.
Hier hat nun jeder die Möglichkeit sich von der nächtlichen Segelei zu erholen oder aber auch die Insel ein zweites mal zu erkunden, denn wir werden erst am Nachmittag des nächsten Tages gen Breege aufbrechen. Bleiben also über 30 Stunden Zeit, in der ich mir wahrscheinlich ein Fahrrad leihen werde um den Norden der Insel weiter zu erkunden. und dort weitere Caches zu suchen. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr endlich bis zum nördlichen Leuchtfeuer "Dornbusch"...

Das Leuchtfeuer "Dornbusch" im Norden der Insel Hiddensee

Am Abend bietet sich nun die für uns die Möglichkeit den Grill anzuschmeißen und den Abend am Strand zu verbringen um ganz gemütlich im kleinen Kreise an die bisher erlebten Abenteuer zurück zu denken. Am nächsten Tag geht es dann nämlich nachmittags leider schon zurück nach Breege...

Dienstag, 14. Februar 2012

Planung der dritten Etappe

Nach der willkommenen Erholung auf Bornholm am Tag zuvor gilt es an diesem Dienstag schon gegen 8:00 Uhr am Morgen abzulegen. Nicht dass die eigentliche Distanz dieser Etappe zu groß wäre, aber der hier hauptsächlich vorherrschende Wind kommt zumeist aus West und genau in dieser Himmelsrichtung liegt unser Ziel Ystad. Also wird uns nichts anderes übrig bleiben als auf einer weit ausholenden Kreuz an die schwedische Küste zu segeln. Unterwegs kreuzen wir auf diesem Kurs außerdem ein größeres Verkehrstrennungsgebiet in dem erfahrungsgemäß recht viel los sein wird. Dort ist es besonders wichtig, dass wir gemäß den Kollisionsverhütungsregeln das VTG mit einem Winkel von 90° kreuzen. Falls das mit dem Wind nicht passt müssen vorher die Segel geborgen werden.

Die dritte Etappe in der Seekarte

Bei der Ansteuerungstonne Ystad wollen wir dann erneut das Dinghy ausbringen um auch hier den Hafen und den Liegeplatz zu erkunden während wir mit der Yacht durch den Tonnenstrich fahren. So ist ein direktes Auffinden des Liegeplatzes gewährleistet und wir haben während des Festmachens zwei Helfer zum Annehmen der Leinen an Land.

Einfahrt der Marina Ystad

Während es Einlaufens müssen wir im Hauptfahrwasser natürlich besonders viel Acht auf den schnellen Fährverkehr geben.

Die Ansteuerung der Marina Ystad
Gegen 18:00 Uhr sollten wir dann in Ystad liegen und die Anmeldeformalitäten erledigen. Um mir die Beine zu vertreten würde ich danach gerne noch den Tradi "Skomakarepojken" machen und dann schnell in die Koje, denn am nächsten Tag ist auch noch genug Zeit für eine ausführlichere Erkundung der Stadt.

Zur Dämmerung in der Marina Ystad

Montag, 13. Februar 2012

Planung der zweiten Etappe

Am Sonntag kann ausgeschlafen werden, denn das Ablegen ist erst nach dem Mittagessen geplant.
Ich persönlich habe mir vorgenommen trotzdem früh aufzustehen und die Insel Hiddensee ein wenig zu erkunden. Einen Fahrradverleih habe ich schon bei unserem letzten Besuch in Vitte ganz in der Nähe unseres Liegeplatzes ausgemacht. Sehr wahrscheinlich werde ich den kleinen Ausflug dann auch mit dem Geocachen verbinden. Sah es letztes Jahr noch eher mau aus in Sachen Geocaches, so hat sich seit unserer Abreise doch etwas getan. Der Cache "The Beach Vitte" sieht interessant aus und scheint wohl auch eine Station in unmittelbarer Nähe des Liegeplatzes zu haben. Ebenfalls in der unmittelbaren Umgebung gibt es da noch den Cache "RE 50 Der Schlüssel zum Glück". Und wenn ich es mit dem Fahrrad so weit schaffe, dann wäre natürlich der Earthcache "Küste Hiddensee" mein Ziel.
Viel Zeit bleibt mir ja nicht, denn um 12:30 Uhr, kurz nach dem Mittagessen, wollen wir wieder ablegen und ich muss vorher noch das Wetter für die nächsten 24 Stunden machen.
Nachdem wir den Stadthafen von Vitte hinter uns gelassen haben geht es 5 Seemeilen durch das Fahrwasser. Eine ganz bestimmte Stelle im Fahrwasser ist uns allen noch in bester Erinnerung. Dort saßen wir im letzten Jahr für ein paar Minuten mitten im Tonnenstrich auf Grund. Da ich damals weder einen Navigationsfehler noch einen fehler des Rudergängers feststellen konnte, vermute ich bis heute noch, dass die Fahrrinne versandet war. Für unseren diesjährigen Törn hoffe ich also, dass die Bagger ihre Arbeit in letzter Zeit gründlich gemacht haben. Zum Glück fällt unsere Yacht dieses Jahr zwar um einiges größer aus, aber der Tiefgang bleibt trotzdem unverändert bei 1,85 Metern.

Kurs durch das Hiddenseer Fahrwasser

Sobald wir in freiem Wasser sind und der Wind einigermaßen passt setzen wir dann die Segel für die große Überfahrt. Da Sicherheit bei unserem Törn jedoch die wesentlich höhere Priorität hat und wir gerade diese lange Etappe stressfrei zurücklegen wollen, werden wir mindestens das erste Reff einbinden. Auch bei schwachen Winden. Nichts wäre weniger wünschenswert als überraschend aufkommender Starkwind und damit verbundenes Reffen der Segel in der Nacht.
Die Nacht werden wir uns dann in einem Zweierwachsystem teilen. Ab 18:00 Uhr, also nach dem Abendessen in See, sitzt die erste Segelwache in der Plicht und ab 24:00 Uhr die zweite Segelwache. Ich selbst werde als Skipper in keiner Segelwache fahren, dafür habe ich zwei erfahrene Wachführer, aber dafür alle zwei Stunden aufstehen um mir Position, Kurs und Wetter anzuschauen. Natürlich stehe ich auch sonst jederzeit für die Wachführer zur Verfügung, falls es zu Problemen oder Unsicherheiten kommen sollte. Außderdem habe ich vor ab 23:00 Uhr einen deftigen Mittelwächter für die bald aufziehende zweite Segelwache zu kochen.

Die zweite Etappe in der Seekarte

Noch am frühen Morgen sollten wir dann  die Ansteuerung von Rønne passieren. Rønne wäre unsere erste Ausweichmöglichkeit, falls sich das Wetter dramatisch verschlechtern sollte. Als großer Fähr- und Industriehafen allerdings nur in "Plan B" eine Alternative.
Auf unserem weiteren Kurs ans Nordende der Insel kommen wir noch an anderen Marinas vorbei, die bei schlechtem Wetter oder mangelnder Motivation ein unplanmäßiges Einlaufen ermöglichen würden.
Zum Sonnenaufgang sollten wir dann an der Ansteuerung von Hammerhavn stehen und werden dort die Segel bergen und das Dinghy aussetzen.

Der kleine Naturhafen Hammerhavn und im Hintergrund die Burgruine Hammerhus

Der Naturhafen zwischen den Felsenklippen ist sehr klein und bietet nur wenig Spielraum für größere Manöver um den Liegeplatz zu suchen. Deshalb wird ein Team aus zwei Personen mit dem Dinghy und einem Handfunkgerät ausgestattet den Hafen und unseren Liegeplatz erkunden. So können uns die zwei auf direktem Wege zum Liegeplatz lotsen. Diese Methode hatte ich vor ein paar Jahren in der Hochsaison auf der Kieler Förde angewandt und sie hat sich damals durchaus bewährt.

Die Marina Hammerhavn im Detail
Nach dem Anlegen und den üblichen Formalitäten gibt es dann erstmal ein zünftiges Frühstück und der ein oder andere will sich nach einer solchen Nacht bestimmt eine Runde aufs Ohr hauen. Dazu bleibt auch genügend Zeit, weil das nächste geplante Auslaufen erst am nächsten Tag stattfinden wird. So bleibt der ganze Tag also zu unserer freien Verfügung.
Ich selbst würde ja gerne zum Hammerhus, der größten Burgruine Nordeuropas, hochsteigen und die Caches "Slotslyngen" und "Hammerhus" nebenbei machen. Die Burg ist noch nicht einmal einen Kilometer entfernt!

Die Burg Hammerhus

Wenn dann noch Zeit ist wäre es auch eine Überlegung wert mit dem Dinghy zum T5-Cache "Kamelhovederne" zu fahren. Dass es durchaus möglich ist diesen, auf einem Felsen gelegenen, Cache auch per Boot zu suchen, beweist das Foto.

Auf diesem Felsen liegt der Cache "Kamelhovederne"
Wenn Abends alle vom Landgang wieder zurück sind, könnten wir vielleicht erneut grillen oder einfach nur an Bord das eine oder andere Bier zusammen trinken bevor es dann in die Koje geht.

Sonntag, 12. Februar 2012

Planung der ersten Etappe

Heute habe ich mich mit der Planung der ersten Etappe im Detail befasst.
Am Samstag wollen wir uns alle schon um 12:30 Uhr in Breege treffen. Eigentlich sollte die Yachtübernahme ja erst um 16:00 Uhr stattfinden, aber Chris ist es zu verdanken, dass wir die Yacht doch schon früher übernehmen können.
Marina Breege
Die Übernahme sollte eigentlich ohne Probleme verlaufen, weil wir ja erst vor einem Jahr eine ganz ähnliche Yacht, die Bavaria 31 Cruiser "Alberich", bei Mola gechartert haben. So bin ich also zuversichtlich, dass wir nach etwa zwei Stunden Übernahme und Einstauen der mitgebrachten Vorräte gegen 15:00 Uhr aus Breege auslaufen können.

Die erste Etappe auf der Seekarte

Da der auf unserem Kurs vorherrschenden Wind wahrscheinlich aus West kommt, müssen die Segel an diesem Tag wohl eingepackt bleiben und so haben wir während der Maschinenfahrt genug Zeit um neue und unerfahrene Crewmitglieder in die Takelage und die ganzen Tampen einzuweisen.
Gegen 16:30 Uhr gibt es dann etwas zu sehen, denn wir kreuzen dann die stark befahrene Fährverbindung von Wittow.

Wittower Fähe in Sicht

Nach 11,8 Seemeilen und rund drei Stunden Fahrt wollen wir dann im ersten Hafen einlaufen. Vitte ist uns bereits gut bekannt, denn auch letztes Jahr verbrachten wir hier zwei Nächte. Den Privatliegeplatz dort hatten wir uns schon damals durch einen Bekannten von Chris reservieren lassen. Zwar ist er aufgrund der dortigen Anlegestelle der Fährverbindung zum Festland nicht wirklich ruhig, aber dafür recht zentral gelegen. Ob wir diesen Liegeplatz in diesem Jahr erneut nutzen werden hängt von einer noch ausstehenden Anfrage bei dem Besitzer und vom Pegelstand ab, denn gemäß Hafenhandbuch soll es dort recht flach sein - letztes Jahr hat es trotzdem gepasst. Sollte es dieses Jahr anders sein, müssen wir dann halt doch in den nördlich gelegenen Yachthafen einlaufen.

Der erste Hafen unserer Reise: Vitte
Nach dem Einlaufen bleibt an diesem Tag noch genug Zeit für einen Einkaufsbummel und ich könnte mir gut vorstellen den Grillplatz beim Yachthafen auch dieses Jahr für ein gemütliches Beisammensein zu nutzen. So wollen wir den Tag dann gemütlich ausklingen lassen, denn am nächsten Tag erwartet uns ein um einiges längerer Schlag zur Insel Bornholm. Da dieser allerdings erst gegen Mittag in Angriff genommen werden soll, bleibt am Vorabend viel Zeit zum Feiern... ;-)

Handbreit,

Holger

Freitag, 10. Februar 2012

Der grobe Plan steht

Jetzt ist es offiziell - dieses Jahr soll uns unser einwöchiger Segeltörn quer über die Ostsee führen.
Nach einigem Hin und Her einigten wir uns darauf, dass wir auch dieses Jahr wieder bei Mola in Breege chartern wollen.
Der Törn soll also in Breege beginnen und uns noch am ersten Tag, einem Samstag, nach Vitte, auf der Insel Hiddensee, bringen. So wird es eine verhältnismäßig kurze Etappe, die unter anderem dazu dienen soll, auch die neuen Crewmitglieder, die letztes Jahr nicht dabei waren, mit den Gegebenheiten auf einer Segelyacht vertraut zu machen. Da wir ein relativ enges Fahrwasser durchfahren werden, müssen wir diese 13 nautischen Meilen wohl oder übel mit dem Flautenschieber zurücklegen.
Der Hafen in Vitte ist uns bereits bestens bekannt von unserem Segeltörn um die Insel Rügen im letzten Jahr. Schon damals verbrachten wir zwei wunderschöne Nächte auf der Insel - eine im Hafen an Bord und die zweite in unseren Schlafsäcken am Strand.

Unsere Bavaria 31 cruiser vom letzten Jahr in Vitte

Am nächsten Tag wollen wir dann nach dem Mittagessen von Vitte aus durch das Fahrwasser in die offene See. Unter Segeln geht es dann nach Norden. Da diese Etappe mit circa 80 Seemeilen recht groß ausfällt werden wir, in Segelwachen eingeteilt, auch nachts noch Segeln. Nach einem Sonnenaufgang in See sollten wir dann am frühen Morgen in Hammerhavn auf der zu Dänemark gehörenden Insel Bornholm festmachen. Dort gibt es die größte noch erhaltene Festungsanlage Nordeuropas. Ich für meinen Teil habe mir fest vorgenommen, trotz der nächtlichen Wachen, die Burg zu besichtigen.

Die idyllisch gelegene Marina von Hammerhavn

Am nächsten Tag soll uns dann die 3. Etappe nach Ystad auf dem schwedischen Festland führen. Dies könnte ein wenig aufwendiger sein, als aus der Seekarte ersichtlich, denn meist herrschen in dieser Region Winde aus West bis Nordwest vor. Also müssen wir sicherlich gegen den Wind ankreuzen... Naja, vielleicht haben wir ja Glück...
Noch am späten Nachmittag wollen wir dann in Ystad festmachen. Als bekennender Fan der Wallander-Bücher von Henning Mankell will ich dort natürlich die verbleibende Zeit nutzen und ein paar der Schauplätze aus den Romanen - unter anderem Kurt Wallanders Haus in der Mariagatan 10 - besuchen.

Links die Marina von Ystad, rechts die Einfahrt zum Fährhafen

Am Mittwoch brechen wir dann, ebenfalls nach dem Mittagessen, zur letzten großen Etappe auf. Von Ystad aus geht es zurück nach Vitte auf Hiddensee. Auch hier werden wir die Nacht nutzen um unter Segeln und auf offener See so viele Meilen zu machen wie nur möglich.
Am frühen Vormittag laufen wir dann erneut Vitte an. Dort wollen wir uns dann in bekanntem Gefilde vom Nachtsegeln erholen um am Freitag, dem letzten Tag unseres Törns, gegen nachmittag durch das Fahrwasser zurück nach Breege zu verlegen. Dann bleibt uns noch eine Nacht auf der Segelyacht, denn schon am nächsten Morgen müssen wir das Boot leider wieder abgeben.

So weit die grobe Törnplanung. Als Skipper werde ich natürlich weiter von den Vorbereitungen berichten.
Und wer gerne auch dabei wäre - wir haben momentan noch zwei Kojen frei - darf sich selbstverständlich gerne melden!

Handbreit,
Holger